Kinder sind wahnsinnig offen mit ihren Gefühlen. Sie können sich kaputt lachen, sich grenzenlos freuen und im nächsten Moment genauso intensiv weinen oder wüten. Das ist wunderschön. Und gleichzeitig nehmen sie dadurch alles um sich herum besonders stark wahr.
Kinder erleben im Alltag viele Situationen sehr intensiv. Sie können sich über Kleinigkeiten wie einen Baum oder eine Blume freuen und sich für ein Kleidungsstück begeistern. Aber auch schwierige Momente wie Streit mit der besten Freundin, Druck in der Schule oder eine gestresste Mama können Kinder stark beschäftigen.
Manche Erfahrungen können gut verarbeitet und wieder losgelassen werden. Andere können jedoch emotional „stecken bleiben“ und sich später in Form von Blockaden zeigen. Diese können sich auf das Verhalten und Erleben des Kindes auswirken.
In diesem Beitrag erfährst Du, wie Energiearbeit – zum Beispiel der Emotionscode – Dein Kind dabei unterstützen kann, solche Erfahrungen wieder loszulassen und sich leichter und freier zu entwickeln.
Wie Blockaden bei Kindern entstehen
Wenn ein Kind seine Gefühle nicht zeigen darf – sei es Wut, Traurigkeit oder überschäumende Freude –, können diese Emotionen eingeschlossen werden und bleiben so als emotionale Blockaden im Energiefeld bestehen.
Gleichzeitig versuchen Kinder, sich ihre Welt zu erklären: durch das, was Bezugspersonen sagen, wie sie reagieren und was das Kind selbst erlebt. Daraus entstehen tiefe Überzeugungen über sich selbst, die anderen und die Welt. Diese können kraftgebend sein wie „Ich bin genau richtig wie ich bin“ oder einschränkend wie: „Ich bin nicht gut genug.“, „Ich bin zu laut.“ oder „Ich bin eine Last.“
Diese Blockaden wirken im Hintergrund und zeigen sich oft in bestimmten Verhaltensweisen und Reaktionen, ohne dass sie dem Kind oder uns Eltern bewusst sind.
So kann sich unser Kind zum Beispiel plötzlich stärker zurückziehen, öfter wütend sein oder nicht mehr in die Schule gehen wollen, ohne dass wir den konkreten Anlass dafür erkennen können. Manchmal zeigen sich diese inneren Prozesse auch auf körperlicher Ebene, zum Beispiel in Form von Bauchweh oder Bettnässen.
Wie kann Energiearbeit Dein Kind unterstützen?
Für mich ist es immer wieder berührend zu erleben, wie gut Energiearbeit bei Kindern anspricht – vom Baby bis zum Teenager.
Der Grund ist einfach: Kinder haben noch nicht so viele Emotionen und andere Blockaden eingeschlossen wie Erwachsene. Ihr Energiesystem ist dadurch in der Regel zugänglicher und Veränderungen können sich schneller zeigen.
Ich arbeite in meinen Sitzungen vor allem mit dem Emotionscode und dem Body Code, bei Bedarf auch mit dem Belief Code. Diese Methoden können helfen, die abgespeicherten Blockaden im Unterbewusstsein wieder zu lösen. Sie eignen sich auch ergänzend zu Therapien oder medizinischen Behandlungen.
Nach einer Sitzung können Kinder sich oft ruhiger, ausgeglichener oder freier fühlen. Mit der Zeit können sie ihre Emotionen besser wahrnehmen und ausdrücken, entwickeln mehr Selbstbewusstsein und gehen entspannter mit Situationen im Alltag um – sei es in der Familie, mit Freunden, im Kindergarten oder in der Schule.
Wobei kann Energiearbeit Kindern helfen?
Energiearbeit kann Kinder in vielen Bereichen begleiten, zum Beispiel bei
- Ängsten
- Starken Emotionen wie Wut oder Traurigkeit
- Innerer Unruhe
- Unsicherheit oder Schüchternheit
- Schlafschwierigkeiten
- Schulischen oder Lernthemen
- der Beziehung zwischen Eltern und Kind.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Emotionscode und Body Code sind besonders sanfte Methoden. Das Schöne daran: Das Kind muss nicht über seine Themen sprechen oder mit seinen Schwierigkeiten konfrontiert werden. So wird das Kind unterstützt, ohne das Gefühl zu bekommen, dass mit ihm „etwas nicht stimmt“.
Die Absprache erfolgt über ein Elternteil und die Arbeit findet ohne Kontakt statt.
Währenddessen kann das Kind ganz normal in Kindergarten oder Schule gehen.
Nach der Sitzung sende ich ein Protokoll mit allen identifizierten und gelösten Blockaden per E-Mail.
Ich empfehle einen ruhigeren Tag zu wählen, an dem am Nachmittag oder Abend nicht mehr so viel geplant ist.
Grundsätzlich kannst Du eine Sitzung für Dein Kind bis zum 18. Lebensjahr ohne sein Einverständnis buchen. Ich empfehle jedoch, mit dem Kind je nach Entwicklungsstand ab spätestens etwa 14 Jahren offen darüber zu sprechen und auch sein Einverständnis einzuholen.
Auch vorher kann es schon schön sein, dem Kind altersgerecht zu erklären, dass es Unterstützung bekommt, damit es aufkommende Gefühle oder Reaktionen nach einer Sitzung besser einordnen kann.
Die Rolle der Eltern
Junge Kinder sind wie ein Schwamm und nehmen Emotionen, Glaubenssätze und die Stimmung im Umfeld sehr stark auf, oft viel mehr, als wir ahnen. Wenn wir Eltern unter Stress stehen oder belastende Themen mit uns tragen, kann sich das direkt auf das Kind auswirken.
Deshalb ist es oft sinnvoll, nicht nur das Kind zu begleiten, sondern auch die Eltern bei den Sitzungen miteinzubeziehen. Es geht dabei nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern Stück für Stück Deine eigenen Triggerpunkte zu erkennen und sie nach und nach zu lösen. Wenn Du als Elternteil ruhiger und klarer wirst, wirkt sich das direkt auf Dein Kind aus und schafft ein stabiles Umfeld.
Was ich in meiner Arbeit erleben durfte
Gerade das Thema Beziehung zwischen Eltern und Kind liegt mir besonders am Herzen. Sowohl in meiner eigenen Familie als auch in meiner Arbeit durfte ich erleben, wie sehr hier Veränderungen möglich sind.
Es gab Zeiten, in denen ich selbst sehr gestresst war und schneller gereizt reagiert habe, als ich es eigentlich wollte. Mit Energiearbeit konnte ich eigene Themen lösen und gleichzeitig mein Kind unterstützen. Mit der Zeit wurde ich ruhiger und weniger getriggert, und auch bei meiner Tochter haben sich Veränderungen gezeigt. Unsere Beziehung ist heute sehr stabil und entspannt.
Ähnliches durfte ich auch bei anderen Familien erleben. Eine Mutter wünschte sich Unterstützung, weil ihr Sohn oft Wutanfälle hatte und Schimpfwörter brüllte. Sie wusste nicht mehr, wie sie ihm helfen sollte. Auch sie selbst spürte viel Wut in sich. Nach einer gemeinsamen Sitzung für Mutter und Kind berichtete die Mutter, dass die Wut verschwunden war und dass die Beziehung zwischen beiden spürbar inniger wurde.
Eine andere Mutter kam zu mir, weil ihre Tochter seit Jahren beim Abschied zur Arbeit in Tränen aufgelöst war und sie nicht gehen lassen wollte. Jedes Mal das gleiche Bild: Weinen, Festklammern, nicht loslassen können. Nach der Sitzung verabschiedete sich das Kind zum ersten Mal ruhig, fragte, wie lange Mama wegbleibt, und sagte: „Mama, ich liebe Dich.“ Für die Mutter war das eine große Erleichterung.
Wie Du Dein Kind zusätzlich unterstützen kannst
Neben der Energiearbeit kannst Du Dein Kind auch im Alltag unterstützen, indem Du ihm Raum gibst, seine Gefühle zu fühlen. Zeig ihm, dass es in Ordnung ist, wütend zu sein. Dass Weinen dazugehört. Dass Freude laut sein darf.
Sprich mit ihm über seine Gefühle und hilf ihm, diese besser zu verstehen. Kinder, die wissen, dass ihre Emotionen willkommen sind, müssen sie nicht unterdrücken und laufen dadurch weniger Gefahr, sie einzuschließen.
Auch Dein eigener Umgang mit Emotionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Kinder orientieren sich stark an ihren Eltern. Wenn Du selbst ruhiger und bewusster mit Deinen Gefühlen umgehst, gibst Du Deinem Kind ein wertvolles Vorbild mit.
Zusammenfassung
Kinder sind oft besonders sensibel und reagieren fein auf ihre Umgebung.
Energiearbeit wie der Emotionscode ist eine sanfte und wirksame Möglichkeit, Blockaden zu lösen, innere Ruhe zu finden und mit mehr Stabilität und Selbstvertrauen durchs Leben zu gehen.
Auch die Eltern spielen dabei eine wichtige Rolle, denn ihre eigene innere Balance wirkt sich direkt auf das Kind aus. Als Mama liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Ich begleite Dein Kind und Dich gerne mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis.
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, was Energiearbeit grundsätzlich ist, lies gerne meinen Artikel „Energiearbeit einfach erklärt“.
Wenn Du verstehen möchtest, wie Glaubenssätze in der Kindheit entstehen, findest Du mehr dazu in meinem Artikel „Unterbewusstsein verstehen: So beeinflusst es Dein Leben“.
