In diesem Artikel erfährst Du
- was das Unterbewusstsein ist,
- wie es Dich blockieren kann und
- wie es Dich auch auf Deinem persönlichen Entwicklungsweg unterstützen kann.
Was ist das Unterbewusstsein?
Das Unterbewusstsein ist der Anteil Deines Denkens, auf den Du normalerweise keinen bewussten Zugriff hast. Viele Prozesse laufen im Hintergrund ab, ohne dass Du sie aktiv steuerst.
Ein bekanntes Bild dafür ist das Eisbergmodell: Stell Dir einen Eisberg vor, von dem nur ein kleiner Teil über der Wasseroberfläche sichtbar ist. Dies steht für Dein bewusstes Denken. Der viel größere Teil, Dein Unterbewusstsein, liegt darunter.
Im Unterbewusstsein sind automatisierte Handlungen gespeichert, wie zum Beispiel das Gehen oder Fahrradfahren. Auch viele Deiner Reaktionen entstehen aus diesem Bereich – etwa wenn Dich bestimmte Situationen triggern oder wenn Du auf Äußerungen sofort wütend oder verletzt reagierst.
Wie arbeitet das Unterbewusstsein?
Du kannst Dir das Unterbewusstsein wie eine große Datenbank vorstellen, in der alle Eindrücke gespeichert sind, die Du im Laufe Deines Lebens gesammelt hast: Menschen, denen Du begegnet bist, Deine Gefühle, schöne Erlebnisse, aber auch schwierige Zeiten, die Du durchgemacht hast.
Diese gesammelten Daten werden miteinander verknüpft. Dein Unterbewusstsein erkennt darin Muster und zieht Schlussfolgerungen. Auf dieser Grundlage entstehen automatische Reaktionen, die Dir im Alltag helfen, schnell zu handeln.
Der ursprüngliche Zweck dahinter ist sehr sinnvoll: Dein System möchte Dich schützen und Dein Leben einfacher machen. Es greift auf bereits gemachte Erfahrungen zurück, um Dich vor möglichen negativen Situationen zu bewahren.
Wie Dein Unterbewusstsein Dein Verhalten beeinflusst
Stell Dir vor, Du musstest in der Schule einmal vor der Klasse etwas vortragen und wurdest dabei ausgelacht. Diese Erfahrung kann emotional sehr prägend sein.
Dein System speichert die Situation zusammen mit den damit verbundenen Gefühlen ab, zum Beispiel Scham oder Angst.
Viele Jahre später stehst Du vielleicht wieder vor einer Gruppe von Menschen, etwa bei einer Präsentation im Beruf. Obwohl objektiv keine Gefahr besteht, reagiert Dein Körper plötzlich mit Nervosität, Herzklopfen oder Unsicherheit.
Dein Unterbewusstsein erkennt die Ähnlichkeit zu der früheren Erfahrung und löst eine Warnreaktion aus.
Wie kann Dich Dein Unterbewusstsein blockieren?
Wie bereits beschrieben, bildet Dein Unterbewusstsein auf Basis früherer Erfahrungen bestimmte Annahmen und Überzeugungen.
Das Problem dabei ist: Diese Annahmen können richtig sein – oder völlig falsch. Sie können hilfreich sein oder Dich einschränken.
Gerade Missverständnisse oder ungünstige Erfahrungen können zu falschen Annahmen und Glaubenssätzen führen.
Warum die Kindheit eine besondere Rolle spielt
Viele dieser Prägungen entstehen in der Kindheit. Kinder nehmen ihre Umwelt sehr direkt wahr und versuchen, sich die Welt zu erklären.
Dabei nehmen sie Erfahrungen in den ersten Lebensjahren weitgehend ungefiltert auf. Erst mit der Zeit bildet das Bewusstsein eine Art „Torwächter-Funktion“, mit der Erlebnisse bewusster eingeordnet und hinterfragt werden können.
So entstehen durch Rückmeldungen von Bezugspersonen und soziale Interaktionen oft einfache Schlussfolgerungen über sich selbst wie „Ich bin nicht gut genug.“
Beispiele
Wenn einem Kind immer wieder gesagt wird: „Das kannst Du nicht“, kann es daraus schließen: „Ich bin unfähig.“
Wenn ein Kind häufig ignoriert wird oder sich zurücknehmen soll, kann daraus entstehen: „Ich bin unwichtig.“
Wenn ein Kind regelmäßig angeschrien wird, kann sich die Überzeugung entwickeln: „Mit mir stimmt etwas nicht.“
Auch wenn diese Aussagen objektiv nicht stimmen, können sie sich tief einprägen und das Verhalten später beeinflussen.
Es ist dabei wichtig zu verstehen, dass jeder Mensch solche Erfahrungen macht. Eltern handeln nicht absichtlich „falsch“, sondern geben oft das weiter, was sie selbst gelernt haben.
Deshalb tragen wir alle gelernte Muster in uns. Manche sind hilfreich und andere können uns blockieren. Sie können sich zum Beispiel zeigen durch:
- Selbstzweifel
- Vermeidungsverhalten
- Unsicherheit
- oder starke emotionale Reaktionen wie Angst, Stress oder Schuldgefühle.
Wie Du mit Deinem Unterbewusstsein kommunizieren kannst
Auch wenn viele Prozesse unbewusst ablaufen, gibt es Möglichkeiten, einen Zugang dazu zu finden.
Einige davon habe ich bei der Zertifizierung als Emotionscode-Anwenderin gelernt. Sie ermöglichen uns, dem Unterbewusstsein Ja-oder-Nein-Fragen zu stellen und Antworten darauf zu bekommen.
Kommunikation mit dem Unterbewusstsein
- Neigetest
- Kinesiologischer Muskeltest
- Arbeiten mit einem Pendel
Der Neigetest
Der Neigetest ist eine sehr einfache Möglichkeit, mit Deinem Unterbewusstsein in Kontakt zu kommen.
Dafür stellst Du Dich locker und aufrecht hin. Nachdem Du eine Frage gestellt hast, kann Dein Körper entweder leicht nach vorne schwanken (dies entspricht einem „Ja“) oder leicht nach hinten (ein „Nein“).
Den Neigetest können viele Menschen ganz natürlich anwenden, ohne zu üben. Manchmal braucht es ein wenig mehr Zeit und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Ich habe dazu ein kurzes Video aufgenommen, das Dir den Einstieg erleichtert.
Lösen von Blockaden aus dem Unterbewusstsein
Vielleicht fragst Du Dich nun, ob und wie die im Unterbewusstsein gespeicherten Muster verändert werden können.
Die gute Nachricht ist: Ja, Veränderung ist möglich.
Einige Methoden der Energiearbeit wie der Emotionscode, der Body Code und der Belief Code zielen darauf ab, die gespeicherten Muster bewusst zu machen und zu verändern. So ist es möglich, alte Emotionen zu lösen und Glaubenssätze zu ändern.
Diese Veränderungen im Unterbewusstsein können sich im Alltag zeigen: Du bekommst eine neue Sichtweise auf bestimmte Situationen, kannst gelassener reagieren oder bestimmte Themen fühlen sich einfach leichter an.
Zusammenfassung
Dein Unterbewusstsein beeinflusst viele Bereiche Deines Lebens, oft ohne dass Du es bewusst wahrnimmst.
Es speichert Erfahrungen und entwickelt daraus automatische Reaktionen und Verhaltensmuster. Manche dieser Muster helfen Dir im Alltag, andere können Dich unbewusst blockieren.
Durch körperbasierte Methoden kannst Du mit dem Unterbewusstsein kommunizieren und störende Muster identifizieren.
Energiearbeit kann Dich dabei unterstützen, diese Muster Schritt für Schritt zu verändern.
Wenn Du tiefer in Deine eigenen Themen eintauchen möchtest, begleite ich Dich gerne in einer individuellen Sitzung.
